Die geografischen Grenzen Europas entsprechen einfach nicht mehr der politischen Realität. Zeit für eine Neuordnung. Großbritannien den Südeuropäischen Schuldnerstaaten zuzuordnen, ist nur einer von vielen sinnvollen Vorschlägen vom Economist.
Der Wille zum radikalen Umbau spricht allerdings auch Bände über die reformbegeisterten Economist-Redakteure. Ach, wenn die Welt nur so einfach wäre, wie der Economist sie beschreibt.
Alle paar Monate sehnt man sich ja nach einer Runderneuerung, diesmal habe ich dem Drängen nachgegeben, und meinen Blog von grundauf umgebaut.
Darum ist auch erstmal eine Entschuldigung an alle RSS-Abonnenten fällig, die die letzten zehn Einträge nochmal präsentiert bekommen haben. Dafür ändert sich aber die Feed-Adresse nicht.
Ganz im Gegensatz zur Domain, willkommen auf langnese.net! Da ich bei der ersten Shoppingtour nicht davon ausgegangen bin, dass es noch freie Langnese-Domains gibt, hat das Blog die ersten anderthalb Jahre seiner Existenz anderswo verbracht. Da es hier aber letzendlich wie in jedem Blog um mich geht (und die Dinge, die mich interessieren), soll die Domain auch meinem Nachnamen tragen.
Ansonsten ist das Layout neu, wenn es sich auch nur in Nuancen vom alten Aussehen unterscheidet. Wenn es interessiert, das Theme ist von WPShoppe. Neu ist auch die Tweetboard-Application, die links auf der Seite munter mitscrollt. Dort sind meine letzten Twitter-Botschaften zu finden, und wer mag, kann damit auch selber etwas in die Twittersphäre posten. Und Buttons zum Posten auf Facebook et al. gibt es jetzt auch.
Inhaltlich werde ich meinen unscharfen Fokus weiterhin auf die Veränderung in der Medienlandschaft in Deutschland und den USA richten. Da bleibt also alles beim Alten.
Und damit soll es das gewesen sein mit selbstrefentiellen Geschwafel. Für alle die bis zum Schluss durchgehalten haben, hier noch ein lustiges Video ohne Sinn:
“Was nicht inszeniert ist, kann inszeniert wirken. Und das ist nicht unproblematisch, denn Fotos sind nichts anderes und können gar nichts anderes sein, als was sie scheinen (und wir in sie hineinlesen), ganz unabhängig von den Fakten.
Es kann aber auch umgekehrt sein: dass uns, was wir sehen, obwohl real, nicht real, sondern inszeniert vorkommt.”
Pressefotos und ihre Inszenierungen von Wirklichkeit erörtert Hans Durrer in der aktuellen Ausgabe der Gazette.
“Was wir von Fotos wollen, ist das eine, was sie leisten können, das andere.”
Das Fotos die Wirklichkeit festhalten, ja sogar dokumentieren können, ist eine Illusion. Ob es um die Fotokunst von Jeff Walls oder die Propagandakünste iranischer Nachrichtenagenturen geht – der Aufschrei der Betrogenen geht immer davon aus, das Fotos die Wirklichkeit abbilden. Das können sie gar nicht.
Denn eine “Illusion ist es, ganz entgegen unseren Wünschen und Bedürfnissen, in der Tat, denn die Wirklichkeit (sowohl diejenige, die wir als imaginiert, als auch diejenige, die wir als real begreifen) ist weder fass- noch abbildbar, sondern auch nach Heraklit in ständigem Fluss – und diesen abzubilden ist recht eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit.”
Folgt man taz-Chefredakteurin Bascha Mika, dann könnte zukünftig das dickste Stück vom Werbekuchen online verteilt werden. Mit diesen Einnahmen liesse sich dann die defizitäre Printausgabe als Aushängeschild finanzieren, quasi als Erinnerungsstück für Tintennostalgiker.
Tolle Idee, klappt natürlich nur, wenn das Wachstum des Onlinewerbemarkts die Stagnation des Printwerbemarkts ausgleicht. Gesagt hat Fr. Mika das hier:
Hallo.
Willkommen auf All Things Considered, dem Blog über Digitalisierung, Journalismus und was das alles soll.