Uncategorized


21
Sep 09

Manhattans, Martinis und Madison Avenue

Nirgendwo wird im amerikanischen Fernsehen so viel geraucht und gesoffen wie bei Mad Men. Besuch vom Boss? Erstmal eine Zigarette anmachen. Oh, es ist schon Nachmittag? Let’s pour a Scotch.

Die großartige Serie hat erneut bei den Emmy Awards Erfolg gehabt, und wurde dieses Jahr unter anderem ausgezeichnet als Best Drama Series. Als Ehrung für Don Draper, den genialsten Werbe-Texter im Manhattan der Sixties, und alle seine Kollegen bei Sterling Cooper, hier die besten Mad Men Parodien:

Wir starten mit der Kurzzusammenfassung, Mad Men in 60 Sekunden:

Weiter geht es mit Meshugene Men, das die Charaktere aus ihren Rollen als prototypische WASPs schlüpfen lässt. Mazel Tow!

Jon Hamm, der mit seiner Rolle als Don Draper emotional zurück gebliebene Männer wieder attraktiv gemacht hat, war auch schon zu Gast bei Saturday Night Live. Der erste Skit ist ein bißchen zum Warm laufen.

Nach dieser Fingerübung kommen wir jetzt mit Don Drapers Anleitung zum Frauen verführen zur Königsdisziplin.

Dann gibt es noch eine ganze Reihe von Mad-Men-Today-Parodien. FunnyOrDie verlegt Sterling Cooper nach Boston, und ersetzt die stilvollen Gentlemen mit fluchenden, Budweiser saufenden Proleten.

Dann gibt es noch die Mad Men als Social-Media-Marketer, die beim Gedanken an Viral Videos ganz ekstastisch werden. Die Parodie ist natürlich Werbung für eine Werbeagentur, aber sei’s drum (Einbetten deaktiviert).

Und als Bonus hier noch die steile These, das die fallende Silhouette aus dem Vorspann auf einem der bekanntesten Fotos vom 11. September basiert – dem Falling Man von Richard Drew.

Und wer sich jetzt fragt, wo man das Original sehen kann, Mad Men läuft in Deutschland bisher nur auf dem Bezahlsender FOX.

(H/T NewTeeVee)

Reblog this post [with Zemanta]

UPDATE:
Wenn man es in die Sesamstraße schafft, gehört man offiziell zum Fernsehadel:


21
Sep 09

New York Post: “We’re Screwed!”

Die Medien-Aktivisten The Yes Men haben wieder zugeschlagen. Nachdem im letzten Jahr am 4. Juli eine gefälschte New York Times in Umlauf gebracht wurde, in der nur Nachrichten standen, die die beiden Medien-Guerilla schon immer einmal gedruckt lesen wollten, musste heute das Boulevardblatt New York Post aus dem Hause Rupert Murdochs dran glauben.

Und diesmal sollen alle Fakten echt sein. Die gesamte gefälschte Ausgabe ist dem Kampf gegen den Klimawandel gewidmet – einem Thema, zu dem sich die Blattmacher bisher immer mit umgekehrtem Vorzeichen geäußert hatten.

Hier das komplette Video (via Urban Prankster):

“SPECIAL EDITION” NEW YORK POST from The Yes Men on Vimeo.

Update: Die dazugehörige Website ist hier.

Reblog this post [with Zemanta]

1
Feb 09

Montag ist “Kauf Eine Zeitung” Tag

Zeitungen steigen immer weiter hinab in der öffentlichen Wahrnehmung. Früher, vor Fernsehen und Internet, war eine Zeitung der Nachrichtenlieferant. Aus und vorbei. Im letzten Jahr taugten Zeitungen nur noch als Erinnerungsstücke, die historische Momente mit Druckerschwärze festhalten.

Und jetzt sind sie auf einer Stufe mit den bettelarmen Kindern aus der Spendenwerbung angekommen. Hilflos, kaum zu retten, auf Almosen angewiesen. Darum gibt es in den USA eine Initiative namens “National Buy a Newspaper Day“, die sich dafür einsetzt, den dahinsiechenden Zeitungshäusern vor ihrem Ende noch einige Tage am Lebenserhaltungssystem zu verschaffen.

Alle US-Bürger sind aufgerufen, am Montag den 2. Februar eine Zeitung zu kaufen. Auch und gerade wenn man sonst eigentlich nur das Gratis-Blatt liest, ein Abo hat oder Zeitungen nur aus den Nachrufen kennt, die regelmäßig im Internet veröffenlicht werden.

Ob das jetzt Palliativmedizin, Placebostrategie oder Wohlfühlmedizin in homöopathischen Dosen ist, läßt sich schwer sagen. Auf jeden Fall scheint kaum jemand mehr ein Überleben der US-Zeitungen aus eigener Kraft, wie unwahrscheinlich auch immer, für ein potentielles Szenario zu halten.

Dabei sind doch die Zeitungen der letzte verbliebene Statthalter eines ernsthaften Lokaljournalismus, glauben die Organisatoren der Initiative:

Unlike radio which has become dominated by opinion or TV news which only looks for the 30 second sound bite, the local newspaper digs deep every day to get you, the reader, the full story on what’s happening in your town.

So wird natürlich trotzdem nicht das Dilemma gelöst, kein tragfähiges Geschäftsmodell parat zu haben, aber den Erhalt der Institution zu fordern. Vielleicht wäre es hilfreicher, wenn jeder, der am Erhalt der Presse interessiert ist, nicht einmal im Jahr eine Zeitung kauft, sondern an eine Stiftung spendet, die teuren investigativen Journalismus finanziert, wie das etwa Pro Publica in den USA tut.

Vielleicht gibt es das ja auch bald für Lokaljournalismus. Dann könnte man statt an die Zeitungen zu spenden, einfach Nachrichten selbst als Spende an die Öffentlichkeit verteilen, in Form von karitativem Journalismus.


7
Mai 08

Windows Handy mit gutem Design

Hab ich das gerade gesagt? Ungaublich.

Das offizielle Video setzt zwar ein bißchen zu sehr auf gewittrige Sound-Effects, aber egal:

Das Gerät gibt’s ab Juni in Europa zu kaufen, erfunden hat’s HTC.

Mehr Infos und technische Details hat Phone Scoop.


3
Mai 08

Medien im Umbruch

Für den SWR hat Thomas Leif den derzeitigen Wandel in den deutschen Zeitungen und Fernsehstationen hin zu Global Internet Playern (oder sowas) dokumentiert. Sein Film “Quoten, Klicks & Kohle” ist sehr zeitgeistig, längerfristige Weisheiten sollte man nicht erwarten, dafür darf man aber auch mal hinter die Kulissen von Spiegel Online, Kölner Stadtanzeiger, Tagesschau.de und Zoomer blicken.

Beobachtung eins: So richtig Beschied wissen die auch alle nicht, aber es gilt trotzdem online dabei zu sein, um sich den Markteintritt bewahren zu können. Beobachtung zwei: Auch wenn Leif es nicht sagt, die Öffentlich-Rechtlichen sind die Hauptbewahrer des Piffigen. Und schließlich: Beim großen Online-Streit um ARD und ZDF und ihre Internet-Aktivitäten braucht man vor allem Geduld, weil bis jetzt niemand etwas über die eigene Position hinaus preisgeben will, geschweige denn an eine Lösung denkt.

Kleine Stichelei am Rande: Bei Zoomer.de legt sich Leif mit Tagesspiegel Online-Chefin Mercedes Bunz an, nachdem ein Mitarbeiter ein eher verunglücktes Interview abliefert. Das wichtigtuerische selbst-auf-die-Schulter-klopfen läßt Leif aber auch nicht entspannter als die Tagesspiegel-Frau aussehen.

Zusatzinfos zum Film gibt es hier. Den gesamten Film downloaden kann man hier.

(via)

1
Mai 08

Search the Web Visually

Tolles neues Web Tool zum Durchblättern des Internets. Heißt SearchMe, und so sieht’s aus:

Continue reading →


19
Feb 08

Hi World.

Das ist mein neues Blog. Die Einrichtung wird noch etwas mehr Zeit beanspruchen, also in Zukunft bitte erstmal plötzliche Änderungen des Design einfach übersehen, und auf echten Inhalt noch etwas warten. Danke!