Zwischendurch
10
Dez 09
Das Internet für Anfänger
“Das Internet ist ein harmloser Zusammenschluss von Fax-Maschinen.”
Willkommen beim großen Metaphern-Rodeo! Ein Interview-Remix kuratiert von Cassetteboy, mit den Jüngern des Web-Evangeliums.
22
Okt 09
Willkomen bei den Ducks
“And do you have another house?”
“No, not really. Just a nest.”
Erinnert sich noch jemand an das Entenhaus, das britische Steuerzahler finanzieren sollten?
Die Initiative verlangt, dass bei der nächsten Unterhauswahl die Kandidatenauswahl der Parteien in der Öffentlichkeit statt findet. Mehr hier. Wär ich Brite, würde ich sofort die Teetasse fallen lassen und unterschreiben.
16
Okt 09
Ein ♥ für Blogs

Wer die Aktion nicht kennt, bitte einmal hier klicken. Kurz gesagt stellt jeder Blogger einige Lieblingsblogs vor, weil ja die schöne Tradition der Blogroll etwas aus der Mode gekommen ist (ich werd demnächst eine einrichten, versprochen), und man an den interessantesten Blogs häufig vorbeiklickt.
Hier also – Trommelwirbel – meine deutschsprachigen Blog-Favoriten. Ich hab die Liste nach Kategorien geordnet, und mich auf unbekanntere Blogs konzentriert. Ich hab versucht, nicht nur Medien-Blogs aufzunehmen, was gar nicht so einfach war. Ich sollte mal mein Feedreader-Menü überdenken.
Medien:
Wer etwas über die Geschehnisse in der Schweizer Medienlandschaft mitbekommen will, muss Medienspiegel lesen. So einfach ist das.
Dirk von Gehlen ist Redaktionsleiter von jetzt.de, und bloggt auf seiner privaten Seite über Medien, Journalismus, Digitalisierung. Ich neige beim Bloggen ja eher zu vielen Worten, wer lieber kurze, knappe Texte liest, wird hier gut bedient.
Alexander Svensson dürfte eigentlich bekannt sein, sein Wortfeld-Blog ist jedenfalls eins der ersten Medien-Blogs, das ich fast von Beginn meiner Blogleser-Karriere an lese. Trotzdem, ein bißchen Werbung schadet ja nie, Alexanders Beiträge sind immer überraschend, er hat die großartigen The Wire Bookcover Fakes gepostet, und hat generell ungewöhnliche Themen auf dem Schirm. Absolute Empfehlung.
Bei Leander Wattig geht es um die Veränderungen, die die Digitalisierung für den Buchmarkt bereit hält. Da es in der Buchbranche jetzt gerade erst los geht mit E-Books und E-Readern, haben diese Veränderungen ihr eigenes Blog verdient, was sich bestens trifft, denn mit dem Thema scheint sich Leander Wattig schon geraume Zeit auseinanderzusetzen.
Schweiz:
Die Blogwiese wird bestellt von Jens-Rainer Wiese, und das schon seit 2005. Herr Wiese ist mit seiner Familie vor acht Jahren in die Schweiz gezogen, und erzählt seit dem, was einen als Deutschen dort erwartet. Vor allem die schweizer Sprache hat es ihm angetan.
Berlin:
Nadine Lantzsch arbeitet für den Tagesspiegel, und ist auch noch nebenher an der FU Berlin (glaube ich). Ich kenne sie nicht persönlich, weiß aber von den vielen FU Praktikanten beim Tagesspiegel, dass sie ganz nett ist. Und ihr Blog ist auch toll, da geht es um neue Medien und das Leben in Berlin und was Nadine sonst noch so begeistert.
bln.fm ist offiziell kein Blog, die beiden Jungs und ihr Team machen aber trotzdem gutes Programm, und das in Textform wie als Radio-Stream. Es geht um Berlin, Party, Techno, Kunst und Kultur. Und das so unaufgeregt und lesbar wie möglich, was eine angenehme Abwechslung zu den hysterischen Hipster-Blogs aus Berlin-Mitte ist.
Was nicht heißen soll, das Hipster Blogs per se schlecht sind. I Heart Berlin zum Beispiel ist toll, das liest sich so wie eine Unterhaltung über das letzte Wochenende, wenn man in Berlin lebt. Aus der Ferne betrachtet, kommt man nicht umhin, den Berliner Möglichkeiten im Nachtleben etwas nachzutrauern.
Sex:
Und hier noch etwas ganz anderes. Ich hab keine Ahnung, wer die Dame ist, oder wo sie lebt, ihre Bettgeschichten finde ich trotzdem spannend.
7
Okt 09
Lustige Ideen von der Weihnachtsfeier
Wenn Kulturkritiker selbst zur Klampfe greifen, schreiben dann die Musiker die Verrisse?

Nein, das ist kein Witz. Ja, die Medienkrise fordert von jedem ein Opfer. Demnächst: der Sport-Redakteur jongliert Fußbälle auf der Bühne, das Politik-Ressort macht satirisches Kabarett, der Kolumnist gibt Lebenshilfe-Tipps. Und das Feuilleton schreibt: “Unbedingt empfehlenswert.”
Und was sagt der Rheinische Merkur zum Liebeslieder-Abend? „Noch nie ist das Hohe Lied der Liebe so tief gefallen.“
(via Medienspiegel via Edition Epoca)
26
Sep 09
The Wire 101
Ich weiß nicht, wer Jimmy McNulty aus The Wire dieses Lehrbuch zugeschrieben hat, es muss auf jeden Fall ein Fan sein. Gefunden bei Wortfeld, wo es noch vier weitere Titel gibt.
Einen besseren Hinweis auf die soziologische, sehr auf Strukturen und Institutionen bedachte Herangehensweise dieser vielleicht besten TV-Serie der letzten Jahre gibt es nicht. Gesellschaftsdiagnose im Serienformat.
26
Sep 09
In eigener Sache
Alle paar Monate sehnt man sich ja nach einer Runderneuerung, diesmal habe ich dem Drängen nachgegeben, und meinen Blog von grundauf umgebaut.
Darum ist auch erstmal eine Entschuldigung an alle RSS-Abonnenten fällig, die die letzten zehn Einträge nochmal präsentiert bekommen haben. Dafür ändert sich aber die Feed-Adresse nicht.
Ganz im Gegensatz zur Domain, willkommen auf langnese.net! Da ich bei der ersten Shoppingtour nicht davon ausgegangen bin, dass es noch freie Langnese-Domains gibt, hat das Blog die ersten anderthalb Jahre seiner Existenz anderswo verbracht. Da es hier aber letzendlich wie in jedem Blog um mich geht (und die Dinge, die mich interessieren), soll die Domain auch meinem Nachnamen tragen.
Ansonsten ist das Layout neu, wenn es sich auch nur in Nuancen vom alten Aussehen unterscheidet. Wenn es interessiert, das Theme ist von WPShoppe. Neu ist auch die Tweetboard-Application, die links auf der Seite munter mitscrollt. Dort sind meine letzten Twitter-Botschaften zu finden, und wer mag, kann damit auch selber etwas in die Twittersphäre posten. Und Buttons zum Posten auf Facebook et al. gibt es jetzt auch.
Inhaltlich werde ich meinen unscharfen Fokus weiterhin auf die Veränderung in der Medienlandschaft in Deutschland und den USA richten. Da bleibt also alles beim Alten.
Und damit soll es das gewesen sein mit selbstrefentiellen Geschwafel. Für alle die bis zum Schluss durchgehalten haben, hier noch ein lustiges Video ohne Sinn:
21
Sep 09
Manhattans, Martinis und Madison Avenue
Nirgendwo wird im amerikanischen Fernsehen so viel geraucht und gesoffen wie bei Mad Men. Besuch vom Boss? Erstmal eine Zigarette anmachen. Oh, es ist schon Nachmittag? Let’s pour a Scotch.
Die großartige Serie hat erneut bei den Emmy Awards Erfolg gehabt, und wurde dieses Jahr unter anderem ausgezeichnet als Best Drama Series. Als Ehrung für Don Draper, den genialsten Werbe-Texter im Manhattan der Sixties, und alle seine Kollegen bei Sterling Cooper, hier die besten Mad Men Parodien:
Wir starten mit der Kurzzusammenfassung, Mad Men in 60 Sekunden:
Weiter geht es mit Meshugene Men, das die Charaktere aus ihren Rollen als prototypische WASPs schlüpfen lässt. Mazel Tow!
Jon Hamm, der mit seiner Rolle als Don Draper emotional zurück gebliebene Männer wieder attraktiv gemacht hat, war auch schon zu Gast bei Saturday Night Live. Der erste Skit ist ein bißchen zum Warm laufen.
Nach dieser Fingerübung kommen wir jetzt mit Don Drapers Anleitung zum Frauen verführen zur Königsdisziplin.
Dann gibt es noch eine ganze Reihe von Mad-Men-Today-Parodien. FunnyOrDie verlegt Sterling Cooper nach Boston, und ersetzt die stilvollen Gentlemen mit fluchenden, Budweiser saufenden Proleten.
Dann gibt es noch die Mad Men als Social-Media-Marketer, die beim Gedanken an Viral Videos ganz ekstastisch werden. Die Parodie ist natürlich Werbung für eine Werbeagentur, aber sei’s drum (Einbetten deaktiviert).
Und als Bonus hier noch die steile These, das die fallende Silhouette aus dem Vorspann auf einem der bekanntesten Fotos vom 11. September basiert – dem Falling Man von Richard Drew.
Und wer sich jetzt fragt, wo man das Original sehen kann, Mad Men läuft in Deutschland bisher nur auf dem Bezahlsender FOX.
UPDATE:
Wenn man es in die Sesamstraße schafft, gehört man offiziell zum Fernsehadel:
All Things Considered
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