Blogging


22
Okt 09

Drüber gestolpert II

“An interesting detail in these figures is the stratification of income among different types of users: the average income of passive spectators of usergenerated content sites is significantly higher than the median income of content creators. In other words, the contingent of spectators and inactives, which is much larger than the 13 percent of actual creators, constitutes an appealing demographic to site owners and advertisers. […] Manifestos such as Wikinomics and ‘We-Think’ make one believe that, since every user is an active, creative contributor, the very idea of ‘consumer’ is definitely passé. The term ‘user’ turns out to be a catch-all phrase covering a wide range of behaviour, from merely clicking to blogging and uploading videos. Mass creativity, by and large, is consumptive behaviour by a different name.”

José Van Dijck and David Nieborg: “Wikinomics and its discontents: a critical analysis of Web 2.0 business manifestos”, In: New Media & Society 2009; 11; S. 861.


16
Okt 09

Ein ♥ für Blogs

ein-herz-fuer-blogs

Wer die Aktion nicht kennt, bitte einmal hier klicken. Kurz gesagt stellt jeder Blogger einige Lieblingsblogs vor, weil ja die schöne Tradition der Blogroll etwas aus der Mode gekommen ist (ich werd demnächst eine einrichten, versprochen), und man an den interessantesten Blogs häufig vorbeiklickt.

Hier also – Trommelwirbel – meine deutschsprachigen Blog-Favoriten. Ich hab die Liste nach Kategorien geordnet, und mich auf unbekanntere Blogs konzentriert. Ich hab versucht, nicht nur Medien-Blogs aufzunehmen, was gar nicht so einfach war. Ich sollte mal mein Feedreader-Menü überdenken.

Medien:

Medienspiegel.ch

Wer etwas über die Geschehnisse in der Schweizer Medienlandschaft mitbekommen will, muss Medienspiegel lesen. So einfach ist das.

Dirk von Gehlen

Dirk von Gehlen ist Redaktionsleiter von jetzt.de, und bloggt auf seiner privaten Seite über Medien, Journalismus, Digitalisierung. Ich neige beim Bloggen ja eher zu vielen Worten, wer lieber kurze, knappe Texte liest, wird hier gut bedient.

Wortfeld

Alexander Svensson dürfte eigentlich bekannt sein, sein Wortfeld-Blog ist jedenfalls eins der ersten Medien-Blogs, das ich fast von Beginn meiner Blogleser-Karriere an lese. Trotzdem, ein bißchen Werbung schadet ja nie, Alexanders Beiträge sind immer überraschend, er hat die großartigen The Wire Bookcover Fakes gepostet, und hat generell ungewöhnliche Themen auf dem Schirm. Absolute Empfehlung.

Leander Wattig

Bei Leander Wattig geht es um die Veränderungen, die die Digitalisierung für den Buchmarkt bereit hält. Da es in der Buchbranche jetzt gerade erst los geht mit E-Books und E-Readern, haben diese Veränderungen ihr eigenes Blog verdient, was sich bestens trifft, denn mit dem Thema scheint sich Leander Wattig schon geraume Zeit auseinanderzusetzen.

Schweiz:

Blogwiese

Die Blogwiese wird bestellt von Jens-Rainer Wiese, und das schon seit 2005. Herr Wiese ist mit seiner Familie vor acht Jahren in die Schweiz gezogen, und erzählt seit dem, was einen als Deutschen dort erwartet. Vor allem die schweizer Sprache hat es ihm angetan.

Berlin:

Medienelite

Nadine Lantzsch arbeitet für den Tagesspiegel, und ist auch noch nebenher an der FU Berlin (glaube ich). Ich kenne sie nicht persönlich, weiß aber von den vielen FU Praktikanten beim Tagesspiegel, dass sie ganz nett ist. Und ihr Blog ist auch toll, da geht es um neue Medien und das Leben in Berlin und was Nadine sonst noch so begeistert.

bln.fm

bln.fm ist offiziell kein Blog, die beiden Jungs und ihr Team machen aber trotzdem gutes Programm, und das in Textform wie als Radio-Stream. Es geht um Berlin, Party, Techno, Kunst und Kultur. Und das so unaufgeregt und lesbar wie möglich, was eine angenehme Abwechslung zu den hysterischen Hipster-Blogs aus Berlin-Mitte ist.

I Heart Berlin

Was nicht heißen soll, das Hipster Blogs per se schlecht sind. I Heart Berlin zum Beispiel ist toll, das liest sich so wie eine Unterhaltung über das letzte Wochenende, wenn man in Berlin lebt. Aus der Ferne betrachtet, kommt man nicht umhin, den Berliner Möglichkeiten im Nachtleben etwas nachzutrauern.

Sex:

Armadakant

Und hier noch etwas ganz anderes. Ich hab keine Ahnung, wer die Dame ist, oder wo sie lebt, ihre Bettgeschichten finde ich trotzdem spannend.


16
Apr 08

The Cho Show

Heute, vor genau einem Jahr, erschoss Cho Seung-Hui auf dem Campus der Virginia Tech University 32 Menschen und im Anschluß sich selbst. Nach den ersten beiden Morden legte er eine Pause ein, um ein Paket mit Videos, Fotos und anderen Dokumenten an NBC zu schicken. Ob und in welchem Umfang NBC diese Materialien der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen sollte, damit beschäftige ich mich in tapmag.

Ich hoffe, die Opfer und ihre Angehörigen haben seit diesem Tag vor einem Jahr Trost gefunden.


7
Mrz 08

Not Everything In the Public Is For the Public

Clay Shirky - Here Comes Everybody I’ve heard him on NPR, I’ve listened to him at DLD, and now I can’t wait to get my hands on Clay Shirky’s new book “Here Comes Everybody”. The following excerpt – which I took from a blog of Shirky’s publishers – might not be in the book, but it sums up some of the most common misconceptions about User-Generated-Content in a very elegant way:

“A good deal of user-generated content isn’t actually “content” at all, at least not in the sense of material designed for an audience. Instead, a lot of it is just part of a conversation.”

“Mainstream media has often missed this, because they are used to thinking of any group of people as an audience. Audience, though, is just one pattern a group can exist in; another is community. Most amateur media unfolds in a community setting, and a community isn’t just a small audience; it has a social density, a pattern of users talking to one another, that audiences lack. An audience isn’t just a big community either; it’s more anonymous, with many fewer ties between users.”

“As a result, some tools support both publication and conversation. Weblogs aren’t only like newspapers and they aren’t only like coffeeshops and they aren’t only like diaries — their meaning changes depending on how they are used, running the gamut from reaching the world to gossiping with your friends.

If (nearly) all borders between trading information publicly and establishing a social life will fall – is that a good thing? I hope I can find the answer in his new book, otherwise I will be a lot less excited about the opportunities the internet opens up to society.