Die schweizer Großbank UBS hat ein Problem: Sie will beim Web 2.0 mitmachen, weiß aber nicht wie. Klar, niemand möchte mit seiner Bank über Facebook Kontakt halten. Trotzdem sind kollaborative Kommunikationsformen für E-Banking-Angebote nicht undenkbar.
Um dieses Problem zu lösen, hat sich UBS entschlossen, einen Wettbewerb zu veranstalten. Die drei besten Ideen, wie Web 2.0 Angebote in den Internet-Auftritt von UBS zu integrieren sind, werden mit 5.000 Schweizer Franken belohnt. Andreas Hoffmann hat den Wettbewerb gestern beim Web Monday in den Google Headquarters Zürich vorgestellt. Die Anforderungen en detail:
- Der Inhalt: Die UBS möchte Vorschläge sammeln, wie Web 2.0 Ideen der Bank helfen können. Wie kann die Nutzung von UBS-Anwendungen wie mobilem E-Banking für die Kunden verbessert werden?
- Die Form: fünf bis zehn Konzeptseiten als PowerPoint-, PDF- oder Word-Datei, die die Idee und ihre Umsetzung kurz umreißen. Neben den 5.000 Franken besteht natürlich die Chance, dass UBS zur Umsetzung der Ideen oder für andere Projekte Teilnehmer anheuert. Abgabe bis 24. Dezember 2009.
- Das Rechtliche (wie könnte eine Bank einen Wettbewerb ohne Legal Disclaimer ausschreiben?):
- UBS behält sich vor, die besten Ideen zu verwenden. Allerdings nicht exklusiv, das heißt, man kann sie auch selbst weiterverwerten.
- Beachtet werden müssen die strengen Gesetze zum Schutz des Bankgeheimnis für Schweizer Banken. Alle Kommunikation mit dem Kunden muss über bankinterne Kanäle abgewickelt werden. Weder können Bankauszüge per E-Mail versandt werden, noch kann man sich seinem Bankberater per Doodle oder Ähnlichem verabreden, da keine Daten über Kundenbeziehungen an Externe weitergeleitet werden dürfen.
- Dieser Punkt sollte auch im Konzept auftauchen: Wie können unterschiedliche rechtliche Parameter in den Ländern, in denen UBS aktiv ist, bei der Implementierung von Web 2.0 Ideen von vorneherein miteinbezogen werden?
- Auf jeden Fall den Disclaimer unterschreiben.
Die Gewinner werden beim nächsten Web Monday am 18. Januar 2010 bekannt gegeben. Weitere Unterlagen sind hier. Alles weitere bitte mit Dr. Andreas Hoffmann persönlich abklären: andreas.hoffmann[ät]ubs.com
Tags: Schweiz, UBS, Web Monday, Web2.0, Wettbewerb, Zürich
All Things Considered