Arte Themenabend „Journalismus auf Abwegen“

Arte knüpft sich am 9. Februar die Zukunft des Journalismus im digitalen Zeitalter vor. Der dreiteilige Themenabend scheint sich darauf zu konzentrieren, was die Schattenseiten sind, wenn jeder im Inernet ungefragt und ungeprüft seine Meinung publizieren kann.

„Dadurch, dass es für jedermann möglich ist, per Internet ungebremst und ohne Prüfung des Wahrheitsgehalts seine Meinung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und sie gar als Nachricht zu tarnen, werden die Arbeitsbedingungen für seriöse Journalisten immer schwieriger. Wer sind die Meinungsmacher heute?“, fragt Journalismus auf Abwegen.

Und zur gleichen Zeit (der Arte-Programm-Guide gibt mir Rätsel auf) erklärt Verloren im Nachrichtendschungel: „Denn auf Tausenden von Webseiten und Blogs werden zahllose mehr oder weniger gut recherchierte Informationen, Gerede und Gerüchte verbreitet. In diesem allgemeinen Informationsdurcheinander erlangt die Meinung eines Ideologen oder Aktivisten nicht selten den gleichen Stellenwert wie die eines Experten, eines anerkannten Wissenschaftlers oder Forschers.“

Immerhin dürfen sich die Journalisten im Anschluss auch noch selbst bezichtigen: „Der ehemalige Chefredakteur des großen französischen Wochenmagazins „L’Express“, Denis Jeambar, hat neun Kollegen aufgefordert, in seiner Dokumentation ihrem Unmut über den Niedergang des seriösen Journalismus freien Lauf zu lassen. Die prominenten Medienvertreter enthüllen sämtliche Auswüchse des Nachrichtengeschäfts und fordern eine Rückkehr zu den journalistischen Grundprinzipien.“

Arte Themenabend Journalismus, Dienstag, 9. Februar 2010

(via DVG)

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