Globalisierung und Medienwandel sind Realität. Zeit, dass sich der Journalismus ihnen stellt.

Wenn uns die Finanzkrise eines vorgeführt hat, dann, dass Globalisierung vor allem wechselseitige Verwundbarkeit bedeutet. (…)

Es braucht einen Journalismus, der es wieder wagt, mit guten Gründen zu misstrauen. Denn nur so ist eine Krise des Vertrauens, wie sie im Moment besteht, zu vermeiden: indem wir rechtzeitig und begründet Zweifel äußern. (…)

Und hier braucht es einen Journalismus, der die Anderen nicht nur als Andere begreift, sondern diese Verwobenheit auch abbildet; der die Anderen als Eigene thematisiert – weil sie ein Recht haben, an den Diskussionen beteiligt zu werden, die sie selbst betreffen.

via taz.de

Carolin Emcke über die Anforderungen an Journalismus in der globalisierten Realität. Kürzer und eingängiger wurden die demokratischen Defizite, die durch nationalstaatlich orientierte Öffentlichkeiten in einer fragmentierten Medienwelt entstehen, bisher nicht beschrieben.

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